Irgendwo in Colorado — An der Auffahrt zu Donna Como, da oben in den Bergen, gut vierzig Meilen vom Kreis Fremont entfernt, stießen wir auf ein Trümmerfeld von Autowracks: das Werk eines Hobby-KFZ-Mechanikers. Irgendwie ein Symbol für das, was uns erwartete. Donna Comos Gesichtszüge ließen erahnen, was diese Frau durchgemacht hat. Zurzeit liegt sie mit einem ihrer früheren Arbeitgeber, einem führenden Unternehmen in der Branche der Privatgefängnisse, im Rechtsstreit. Sie öffnete uns die Tür ihres Häuschens. Und sprach über ihre Ängste, ihre Qualen, über das, was sie gesehen hat und was schwer zu ertragen war. In ihrem Holzhäuschen ist es düster. So leben wir hier in den Bergen
, sagte sie zu uns. Im Wohnzimmer ist ein Großbildschirm die einzige Lichtquelle. Der Winter muss hier rau sein und lang. Aber auch schön. Donna Como arbeitet inzwischen in einer Baufirma, in der sie sich um die Vertragsabwicklung kümmert. Sie ist gerne bereit, die Missstände des Haftsystems zu bezeugen, in dessen Dienst sie einst selbst stand: Mir ist klar, dass Staaten und Regierungen vor dem Problem stehen, dass kein Geld da ist, um neue Anstalten zu errichten. Aber es gibt andere Lösungen … Ändern Sie das Strafrecht! Das mag der Öffentlichkeit nicht gefallen – sei’s drum! Es ist auf alle Fälle besser als das, was wir tun: Menschenleben vermieten…
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